Unser Geschäftsmodell
Raumwerk3 verbindet Architektur, Branding und Signaletik zu einem stimmigen Ganzen. Für Immobilienentwickler und Unternehmen ohne eigene Designabteilung stellen wir das passende Spezialistenteam zusammen und liefern alles aus einer Hand, von der Konzeptidee bis zur Umsetzung, verrechnet in klaren Projektpaketen. Wir sind als GmbH organisiert, weil wir zu dritt gemeinsam Gesellschafter sein wollen und das mit einer Einzelfirma nicht möglich wäre. Die beschränkte Haftung war für uns ausschlaggebend, unser privates Vermögen bleibt geschützt, das Risiko ist auf das Stammkapital begrenzt. Zudem wirkt eine GmbH bei unseren Zielkunden wie Immobilienentwicklern professioneller und seriöser als eine Einzelfirma.
Business Model Canvas
Wertversprechen (Value Proposition)
Wir sind die zentrale Schnittstelle für ganzheitliche Gestaltungsprojekte. Statt mehrere Spezialisten für Interior, Branding und Signaletik selber zu suchen und zu koordinieren, bekommt der Kunde von uns ein passendes Team, eine Gesamtofferte und eine gemeinsame gestalterische Vision. Wir übernehmen Konzeption, Creative Direction und die ganze Koordination, damit am Ende ein stimmiges Ergebnis rauskommt statt etwas Uneinheitliches aus verschiedenen Handschriften.
Kundensegmente
Im Zentrum stehen Immobilienentwickler bei Neubau- und Umbauprojekten. Daneben auch KMU und mittelgrosse Unternehmen ohne eigene interdisziplinäre Designabteilung, die einen neuen oder renovierten Standort gestalten wollen.
Vertriebskanäle
Digital über Instagram, LinkedIn und YouTube, um Projekte, Prozesse und Kompetenz zu zeigen. Die Website mit Portfolio als zentrale Anlaufstelle für Anfragen. Dazu persönliches Networking an Branchenevents wie Swissbau oder ARCHITECT@WORK, weil die Zielgruppe stark B2B ist und Vertrauen im persönlichen Kontakt entsteht. Ein hochwertiges Lookbook für Kundentermine rundet das ab.
Kundenbeziehungen
Der Kunde hat während des ganzen Projekts einen einzigen festen Ansprechpartner bei uns, auch wenn im Hintergrund mehrere externe Spezialisten arbeiten. Das schafft Vertrauen und macht die Zusammenarbeit einfach. Nach Projektabschluss bleiben wir über Content und Networking sichtbar, damit wir bei einem nächsten Projekt wieder angefragt werden.
Einnahmequellen
Wir verrechnen dem Kunden eine Gesamtofferte für das ganze Projekt, gestaffelt in Paketen wie START, CREATE oder FULL PROJECT, plus individuelle Offerten für grössere Immobilienprojekte. In dieser Offerte sind sowohl unsere eigenen Leistungen wie Creative Direction und Projektkoordination als auch die Kosten der externen Spezialisten eingerechnet.
Schlüsselressourcen
Unser wichtigstes Kapital ist das Gründerteam selbst, mit den drei Kernbereichen Architektur/Interior, Branding/Creative Direction und Signaletik/Wayfinding. Dazu kommt unser Netzwerk an spezialisierten Fachpersonen, aus dem wir für jedes Projekt das passende Team zusammenstellen. Und unser Portfolio und unsere Reputation, weil das bei einem visuellen Business der Hauptgrund ist, warum ein Kunde zu uns kommt.
Schlüsselaktivitäten
Konzeption und Creative Direction für jedes Projekt entwickeln. Das passende Spezialistenteam je nach Projekt zusammenstellen. Die Koordination zwischen den einzelnen Spezialisten übernehmen, damit alle unter der gleichen gestalterischen Vision arbeiten. Und die gesamte Kommunikation mit dem Kunden, damit er nur einen Ansprechpartner braucht.
Schlüsselpartnerschaften
Ein Netzwerk aus externen Spezialisten für Interior, Architektur, 3D, Fotografie oder Webdesign, je nachdem was ein Projekt braucht. Handwerksbetriebe und Produzenten für die physische Umsetzung, zum Beispiel bei Signaletik. Immobilienentwickler und Bauunternehmen können auch selbst als eine Art Partner gesehen werden, weil sie uns bei künftigen Projekten weiterempfehlen.
Kostenstruktur
Der grösste Fixkostenblock sind die Löhne des Gründerteams. Dazu kommen Software und Lizenzen für Design und Planung, Büroinfrastruktur, Marketing und Content-Produktion für Social Media und Website.
Finanzierung, Buchhaltung & Controlling
Finanzierung
Wir starten Raumwerk3 mit einer Mischung aus Eigenkapital von uns Gründern und ersten privaten Investoren. Als GmbH bringen wir zu dritt das gesetzlich vorgeschriebene Stammkapital von CHF 20'000 ein. Da wir für die Anfangsphase genug Reserve haben wollen, steuern wir als Gründer zusätzlich CHF 30'000 aus eigenen Ersparnissen bei. Dazu haben wir zwei private Investoren aus unserem Familien- und Bekanntenkreis an Bord, die je CHF 60'000 einbringen, zusammen also CHF 120'000, und dafür eine kleine Minderheitsbeteiligung an unseren Stammanteilen erhalten. Wir als Gründer bleiben mit unseren Anteilen klar in der Mehrheit.
Unsere monatlichen Fixkosten setzen sich so zusammen: drei Gründerlöhne à CHF 2'500 ergeben CHF 7'500, dazu CHF 400 für Software und Lizenzen, CHF 300 für Versicherungen, CHF 2'000 für Marketing und Content sowie CHF 300 für ein kleines Büro oder Co-Working. Total ergibt das rund CHF 10'500 pro Monat.
Mit dem gesamten Eigenkapital von CHF 170'000 reicht das rechnerisch für rund 16 Monate, also etwas mehr als ein Jahr, auch wenn in dieser Zeit noch kaum Projekteinnahmen reinkommen sollten.
Einnahmenübersicht:
Wir verrechnen unsere Projekte in klar gestaffelten Paketen. START ab CHF 4'500 deckt Konzept und Strategie ab. CREATE ab CHF 12'000 ist für einzelne oder mittlere Projekte gedacht. FULL PROJECT ab CHF 25'000 ist für ganzheitliche Projekte, bei denen Interior, Branding und Signaletik gemeinsam umgesetzt werden. Für grössere Immobilienprojekte erstellen wir eine individuelle Offerte auf Anfrage.
Am Beispiel eines FULL PROJECT Auftrags von CHF 50'000 sieht die Aufteilung so aus: rund CHF 30'000 gehen an externe Spezialistinnen und Spezialisten aus unserem Netzwerk, CHF 8'000 decken unsere Creative Direction und Konzeption, CHF 7'000 unsere Projektkoordination, und CHF 5'000 bleiben als Marge für uns. Von unserem Umsatz bleiben so rund CHF 20'000 für unsere eigenen Leistungen, Administration und Gewinn, davon werden dann Löhne, Software, Marketing, Büro und Versicherungen bezahlt.
Buchhaltung
Für die Buchhaltung setzen wir auf eine einfache, cloudbasierte Software wie Bexio, damit führen wir Geschäftskonto, Rechnungsstellung und Belegablage an einem Ort. Ein Cockpit gibt uns laufend den Überblick über Einnahmen, Ausgaben, Cashflow und wie viel vom Startkapital bereits verbraucht ist. Zuständig dafür ist Sarina, weil sie im Team am meisten Buchhaltungserfahrung hat. Eine vollamtliche CFO braucht es in dieser Phase nicht, aber die Verantwortung liegt klar bei ihm. Besonders wichtig ist dabei, dass offene Rechnungen von Kunden fristgerecht bezahlt werden, sonst drohen Liquiditätsprobleme. Monatlich erstellt sie einen kurzen Bericht mit den wichtigsten Zahlen zu Einnahmen, Ausgaben und Gewinn.
Controlling
Wir überwachen unsere monatlichen Fixkosten, die aktuell bei rund CHF 10'500 liegen, und vergleichen sie laufend mit dem Budget, um früh zu merken, falls die Kosten aus dem Ruder laufen. Die Liquiditätsreserve in Monaten ist eine unserer wichtigsten Kennzahlen, wir wollen immer wissen, wie viele Monate wir mit dem vorhandenen Kapital noch durchhalten. Sobald die Reserve unter 6 Monate fällt, ist das für uns das Signal, frühzeitig eine neue Finanzierungsrunde anzugehen, statt erst zu handeln wenn das Geld fast aufgebraucht ist. Die Marge pro Projekt bleibt wichtig, hier peilen wir wie in unserem Finanzierungsbeispiel rund 40 Prozent an. Die Anzahl Anfragen pro Monat überwachen wir weiterhin, realistisch rechnen wir in den ersten Monaten mit 1 bis 2, mit dem Ziel, das mit gutem Marketing zu steigern. Und wir tracken die Anzahl Folgeaufträge oder Weiterempfehlungen pro Kunde als längerfristiges Ziel.